Die Geschichte zum Haus

Der 1903 gegründete „Verein Christliches Kellnerheim e.V.“ mietete in der Mittelstraße 22 ein Haus mit 47 Betten an, das schon nach wenigen Jahren 12.591 Übernachtungen (Stichjahr 1909) melden konnte.
Bald wurde ein Grundstück zum Preis von 275.000 Mark für einen Neubau erworben, der 1911 bezogen wurde. Dieses Haus „Albrechtshof“ (jetzt Allegra) in der Albrechtstraße 17, welches 1861 erbaut wurde, war fortan die Zentrale der Berliner Gasthausmission mit allen Aktivitäten. Dazu gehörten Wohnplätze für Kellner, die Stellenvermittlung, die Depositenkasse, die Bibelstunden, ein eigener Verlag, eine christliche Buchhandlung und bis 1926 auch die Bundeszentrale des ICKB (Int. Christlicher Kellnerbund) bis zur Fertigstellung des eigenen Bundeshauses.
Das Kellnerheim Albrechtstraße 17 wurde, um es der Enteignung durch den NS-Staat zu entziehen, dem bisherigen Verwalter Phillip Weth übertragen. Jener führte das Haus privat weiter, nachdem der „Verein Christliches Kellnerheim e.V“. durch Verfügung der Geheimen Staatspolizei 1941 aufgelöst werden musste. 

Nach Kriegsende diente das Allegra einige Jahre dem Stadtkommandanten der Roten Armee zur Unterbringung von Offizieren, für die Philipp Weth das Haus – oft unter Lebensgefahr – weiterzuführen hatte. Später wurde es von der DDR-Regierung in „Volkseigentum überführt“.
In den 80ziger Jahren sollte das Haus wieder umgebaut werden, um als Verwaltungsgebäude der Mitropa zu dienen. Dazu ist es allerdings durch die Wende 1989 nicht mehr gekommen und das Haus stand leer.
Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde der Verein „Berliner Gasthausmission e.V.“ wieder ins Leben gerufen und beim Amtsgericht Charlottenburg angemeldet. Dadurch konnte mit viel Arbeit und Mühen ein Rückübertragungsantrag gestellt werden, der 1995 zum Erfolg führte. Der fast mittellose Verein stand nun vor der Aufgabe, das Haus zu sanieren und neu zu gestalten. Um die Baumaßnahmen durchführen zu können, gründete die Berliner Gasthausmission die BEGA GmbH. Dieser wurde dann das Grundstück übertragen. Später ist die BEGA GmbH an die Hospize Betriebs GmbH der Stadtmission verkauft worden.


Historische Fassade
Damaliger Verwalter Phillip Weth
Stuckarbeiten an der Fassade

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